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Wie und womit befüllt man das Hochbeet richtig?

Zum Befüllen des Beets mit Kompost eignen sich vor allem das Frühjahr oder die Herbstmonate zwischen Oktober und Dezember. Dann sind nämlich die natürlichen Gartenabfälle vorhanden. Diese enthalten in der Regel viele Nährstoffe und regen dadurch das Pflanzenwachstum an. Während am Jahresanfang halbverrotteter Kompost aus sogenanntem Hecken- und Stauchschnitt sowie Erntereste und andere Gartenabfälle dafür genutzt werden können, steht auch im Herbst ausreichend Kompost, Laub und Häckselgut zur Verfügung.

Hochbeete sind durch ihre Beschaffenheit künstliche Konstruktionen ohne natürlich gewachsenes Erdreich. Das hat Vor- und Nachteile. Positiv ist vor allem, dass Sie Ihr Beet passend zu den Pflanzen befüllen können. Und zwar unabhängig vom verwendeten Material. Deshalb raten Experten sich bereits im Vorfeld nicht nur Gedanken über die Bauweise des gewünschten Beetes zu machen, sondern auch dessen künftige Bepflanzung in die Planungen mit einzubeziehen. Dabei besteht das Innere eines Hochbeets immer aus mehreren Schichten, die sorgsam aus einem Blumenerde-, Kompost-, Laub- und Baumschnitt-Mix zusammengestellt und durch weitere Zusätze ergänzt werden. Wollen Sie vor allem Gemüse, Salat und Kräuter anbauen, benötigen Sie einen nährstoffreichen Boden. Beete, die als Gestaltungselement mit Stauden und Gehölzen bepflanzt werden, kommen hingegen auch mit einfacheren Böden aus.

Bei Rasen als Untergrund ein Gitter nicht vergessen

rasenHaben Sie sich für eine Rasenfläche als Standort entschieden, stechen Sie vor der Befüllung die Grasnarbe im Inneren Ihrer Konstruktion aus und legen sie diese zur Seite. Danach empfehlen Profis ein Kaninchengitter oder ein Drahtgeflecht auf den Boden zu legen, das vor allem Wühlmäuse und andere Tiere von dem Bett fernhält.

Nun folgt die zweite Schicht, die rund 30 cm hoch sein soll und am besten aus zerkleinerten Ästen, Zweigen, sogenanntem Heckenschnittgut oder auch Kieselsteinen und Tonscherben besteht. In die folgende Kompostschicht, die rund 10 bis 15 cm hoch sein muss, gehören die Grassoden, die nach dem Aushub beiseitegelegt wurden. Sie werden mit der grünen Grasseite nach unten auf die vorherige Schicht gelegt. Haben Sie keine Grassoden, können Sie auch Grasschnitt, grobe Abfälle oder Stroh verwenden. So wird verhindert, dass das nachfolgende Material durchrieselt.

In die vierte Schicht gehört dann Laub oder auch sauberes Stroh. Diese Schicht sollte möglichst doppelt so hoch sein, wie die vorherige Schicht. Dies entspricht dann einer Höhe von 20 bis 30 cm. Dann folgen eine Schicht Grobkompost (10 bis 15 cm) und abschließend eine rund 20 bis 30 cm hohe Schicht Mutterboden. Je nach Bepflanzung können Sie die Schichten durch Substrate ergänzen.

Die Schichten im Überblick:

  1. Drahtgeflecht (unterste Schicht)
  2. 30 cm Holzmix aus groben Ästen, Zweigen und Häckselgut oder Kieselsteinen
  3. 10-15 cm Grassoden, Grasschnitt, grobe Gartenabfälle oder Stroh
  4. 20-30 cm Laub oder Stroh
  5. 10-15 cm Grobkompost
  6. 20-30 cm Mutterboden (oberste Schicht)

Durch diese Vorgehensweise bei der Schichtung findet – anderes als in einem normalen Beet – eine langwierige Verrottung statt und es entsteht ein sehr nährstoffreicher Humusboden. Vor allem Gemüse findet darin über viele Jahre eine gute Wachstumsgrundlage. Zudem erzeugen die Zersetzungsprozesse im Beet die sogenannte Verrottungswärme und erhöhen die Bodentemperatur im Beet um bis zu acht Grad. So können Sie bereits im Frühjahr Ihr erstes Frühlingsgemüse aussäen. Zudem dauert für Sie die Anbau-Saison länger an, als bei ebenerdigen Beeten, wodurch sich Ihr Ertrag steigert.

Da sich das Füllmaterial stetig setzt, müssen Sie es jährlich neu mit Kompost auffüllen, wodurch der Boden zunächst immer wieder neu belebt wird. Allerdings muss nach fünf bis sechs Jahren die Befüllung komplett ausgetauscht werden, da sich das Material spätestens dann vollständig zersetzt und seine Nährstoffe an die Pflanzen abgegeben hat.