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Ein Hochbeet bauen

Haben Sie sich entschieden, in Ihrem Garten oder auf Ihrem Balkon ein Hochbeet aufzustellen, können Sie sich einen fertigen Bausatz kaufen. Wollen Sie allerdings ein Hochbeet bauen, finden Sie im Folgenden Leitlinien und Tipps für den Eigenbau.

Bevor Sie loslegen können, müssen Sie sich für eine Konstruktion (beispielsweise aus Holz, Stein, Metall, Gabionen) entscheiden. Das klassische Material für eine eigene Hochbeet-Konstruktion ist Holz. Und auch wir empfehlen dieses Material Hobbygärtnern und Profis. Holz günstig, leicht in der Handhabung und kann bei Bedarf auch schnell wieder demontiert werden – also der ideale Werkstoff für alle, die ein Hochbeet bauen möchten.

Das richtige Holz

Hochbeet bauen mit LaerchenholzAls Holzart besonders empfehlenswert sind Eiche, Robinie oder Lärche. Eiche und Robinie sind sehr robust, allerdings sind beide Holzarten auch sehr teuer. Richtig gut schneidet die Lärche ab – sowohl bei den Kosten als auch bei der Widerstandsfähigkeit. So ist diese Holzart günstig, massiv und sehr witterungsbeständig. Deshalb wird Lärchenholz häufig für Konstruktionen wie zum Beispiel Gartenmöbel oder Carports mit Überdachung verwendet. Es eignet sich also auch hervorragend für den Bau eines Hochbeets.

Haben Sie sich für eine Holzart entschieden und kaufen diese im Baumarkt, ist es praktisch, wenn Sie sich die Latten gleich vor Ort in der geplanten Größe zuschneiden lassen und somit einen anstrengenden Arbeitsschritt sparen. Kaufen Sie in jedem Fall unbehandelte Bretter, denn ist das Holz imprägniert, kann es Schadstoffe an die Erde abgeben, die dann in Ihr angebautes Obst und Gemüse gelangen.

Die Maße bestimmen

Sie haben sich für eine Holzart entschieden. Nun kommt der nächste Schritt beim ‚Hochbeet bauen‘, nämlich die Überlegung, welche Maße die Konstruktion haben soll. Fragen Sie sich zum Beispiel, wie Sie gern an dem Beet arbeiten wollen. Arbeiten Sie gern im Stehen, sollte der obere Rand des Rahmens ungefähr in der Höhe Ihres Beckens sein? Dann planen Sie je nach Körpergröße ein rund 70 bis 100 cm hohes Modell. Arbeiten Sie lieber im Sitzen, benötigen Sie eine Konstruktion mit einer Höhe von rund 50 bis 60 cm.

Wählen Sie die Breite Ihres Beets entsprechend Ihrer Armlänge. Je nachdem ob Ihr Hochbeet frei stehend und von allen Seiten zugänglich oder aber nur von einer Seite erreichbar sein soll, benötigen Sie eine Breite von 120 bis 140 cm oder von rund 60 bis 70 cm.

Ebenso müssen Sie, bevor Sie Ihr Hochbeet bauen, dessen Länge festlegen. Aus praktischen Gründen ist es hier ratsam, ein maximal 5 Meter langes Beet zu planen. Um ein frei stehendes Modell dieser Länge können Sie entspannt herumlaufen und es sieht durch das ausgewogene Längen- und Breitenverhältnis (Hochbeet-Experten raten zu einem Verhältnis von 2:3) auch schöner und ansprechender aus.

Aus dem Kopf heraus kann man aber kein Hochbeet bauen. Wenn Sie Ihre Überlegungen zu den Maßen abgeschlossen haben, sollten Sie deshalb alles zu Papier bringen und Skizzen Ihrer Planungen anfertigen.

Der Standort für das Hochbeet

freier-himmelBevor Sie nun mit der eigentlichen Arbeit beginnen und Ihr Hochbeet bauen, müssen Sie noch weitere Überlegungen anstellen. So ist es wichtig, dass Sie entscheiden, wo das Beet künftig stehen soll und welche Pflanzen Sie darin anbauen wollen. Gerade im Hinblick auf den Standort ist es ratsam, einen Platz mit Nord-Süd-Ausrichtung zu wählen, damit die Pflanzen die volle Sonneneinstrahlung nutzen können. Weiterhin empfiehlt sich ein leicht zugänglicher Ort, sodass Sie das Beet von allen Seiten erreichen können und an dem möglichst keine Sträucher oder Bäume ihren Schatten werfen.

Zudem ist es gut, wenn Sie bereits vor dem Bau Ihres Hochbeets den geplanten Standort und wenn möglich auch dessen Umfeld vorbereiten. Dafür stecken Sie zunächst die Fläche für das eigentliche Beet ab und befreien diese von Gras, Wurzeln, Unkraut und Steinen. Ebenso sollten Sie in der Umgebung Platz schaffen, sodass Sie dort nützliche Gartengeräte ablegen und beispielsweise auch mit einer Schubkarre an das Beet heranfahren können.

Planen Sie hingegen das Hochbeet auf Ihren Balkon zu stellen, ist es ratsam zunächst abzuklären, wie viel Gewicht dieser trägt. Durch die hohen Füllmengen – Erde, Pflanzen und Gießwasser – können Hochbeete sehr schwer werden und schnell die zulässige Höchstauslastung der Dauerlast für den Balkon überschreiten. Fragen Sie einen Fachmann, wenn Sie sich unsicher sind oder planen Sie von vornherein ein sehr schmales Modell.

Sind alle Vorbereitungen, Besorgungen und Planungen abgeschlossen, können Sie endlich Ihr Hochbeet bauen.

Der nächste Schritt: Die Montage

Um ein Hochbeet zu bauen, benötigen Sie folgendes Werkzeug:

  • Hammer, Nägel oder Schrauben zum Zusammenschrauben bzw. -hämmern der Bretter
  • eine Wasserwaage, um das Beet ordentlich auszurichten
  • eine Schere oder ein Cutter-Messer, um das Gitter für den Boden des Beets zurecht zu schneiden
  • eine Schaufel, um das Hochbeet zu befüllen

Wurden die Holzbretter nicht bereits im Baumarkt zugeschnitten, dann benötigen Sie zudem:

  • Maßband, Bleistift sowie Papier, um die Länge der Bretter exakt für die geplante Breite und Höhe des Bettes ab zu messen
  • eine Säge, um die Bretter für das Hochbeet zurecht zu schneiden

Im ersten Schritt nageln Sie die bereits zugeschnittenen Bretter zusammen oder Sie bohren Löcher in diese und verschrauben sie dann. Prüfen Sie dabei regelmäßig mit der Wasserwaage, ob die Seiten wirklich gerade ausgerichtet sind. Im Großen und Ganzen ist es zwar kein Problem, wenn das Beet ein wenig schief ist, allerdings dürfen keine Lücken entstehen, aus denen Erde herausfallen kann. Um das Bett noch stabiler zu machen, können Sie zudem an den Ecken zusätzliche Stützhölzer festschrauben. Haben Sie sich allerdings für eine sogenannte Steckkonstruktion entschieden, entfällt das Schrauben oder Hämmern und Sie stecken die Latten lediglich zusammen.

Eine Folie und ein Gitter für den Innenteil

Maus im HochbeetIm nächsten Schritt werden die Innenwände des Beetkastens mit Teichfolie ausgekleidet. So verhindern Sie, dass Feuchtigkeit in das Holz eindringen kann und vermeiden dadurch wiederum, dass das Holz verrottet.

Im letzten Arbeitsschritt Ihres Projekts ‚Hochbeet bauen‘ legen Sie zunächst den Boden des Beets mit einem Gitter, zum Beispiel einem einfachen Hasendraht, aus. Dann biegen Sie das Gitter etwas nach oben und tackern es an den Wänden des Beets fest. Nun haben Sie eine Barriere geschaffen, mit der Sie Wühlmäuse und andere Kleintiere von Ihrem Beet fernhalten. Denn die kleinen Tierchen sind zwar niedlich und schön anzuschauen, machen aber schlussendlich Ihre Ernte kaputt.

Die einzelnen Arbeitsschritte in der Übersicht:

  • Maße für das Beet planen
  • Skizzen anfertigen
  • Holz kaufen und zuschneiden (lassen)
  • Holz zusammenhämmern oder -schrauben
  • Konstruktion mit Folie auskleiden
  • Gitter gegen Wühlmäuse anbringen

Das Hochbeet bauen – Zuletzt kommt das Befüllen

Nachdem Sie Ihr Hochbeet gebaut haben, müssen Sie es nur noch befüllen. Dabei legen Sie zunächst auf das Kleintier-Schutzgitter am Boden des Beets groben Strauchschnitt, dann folgen dünne Zweige, die Sie mit Rasensoden oder einer sehr dünnen Decke beziehungsweise Vlies abdecken, sodass keine Erde durchrieselt. Darauf kommen Rohkompost und Rasenschnitt und abschließend Ihre Hochbeeterde. Fertig! Jetzt kann es los gehen – Ihr Hochbeet ist bereit zum bepflanzen.

Falls Sie noch nach Literatur zum Thema ‚Hochbeete bauen‘ suchen, werden Sie bei unserem Buch-Tipp fündig. Hier bekommen Sie zahlreiche, wertvolle Informationen:

Falls Sie doch nicht von Anfang an Ihr Hochbeet bauen möchten, werfen Sie einen Blick auf unsere Hochbeet-Testsieger. Auch diese Beete müssen erst einmal aufgestellt werden, doch ist dies um einiges einfacher, als mit der Konstruktion komplett neu zu beginnen.

Schlussendlich bleibt nur eines zu sagen: Entscheiden Sie sich einfach für das, was Ihnen mehr Freude macht. Nämlich ein Hochbeet bauen und konstruieren oder ein vorgefertigtes Modell von unseren Testsiegern nehmen.