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Wo stellt man das Hochbeet am besten hin?

Geeignete Standorte für ein Hochbeet gibt es viele. Berücksichtigen Sie daher bei der Standortwahl vor allem den Aufbau und die geplante Bepflanzung Ihres Beets. So können Sie es beispielsweise als Raumteiler für einen großen Garten oder als Abgrenzung zum Nachbarn verwenden beziehungsweise einen Blickfang direkt vor Ihrem Haus oder auf Ihrem Balkon schaffen. Dafür eignen sich als ästhetische Bereicherung vor allem Konstruktionen aus witterungsbeständigem, lackiertem Holz, Naturstein, Klinker oder aus Metall. Diese werten ihre Umgebung optisch auf. Weiterhin können Sie durch eine bewusste Standortwahl mithilfe von Hochbeeten regelrechte Sichtachsen in Ihrem Garten schaffen. So lenken Sie den Blick zum Beispiel auf besonders schöne Pflanzen oder andere Gestaltungselemente.

Wollen Sie in Ihrem Beet vorrangig Kräuter und Gemüse anbauen, dann ist es besser, den Standort unter praktischen Gesichtspunkten zu wählen. So ist es nicht nur vorteilhaft, wenn Sie das Beet schnell und unkompliziert von allen Seiten erreichen, es erleichtert Ihnen auch die Arbeit, wenn ein Wasseranschluss in Standortnähe ist. Denn die Pflanzen stehen in einem Hochbeet in der Regel dicht beieinander, weshalb sie mehr Wasser benötigen und häufiger gegossen werden müssen. Ebenso raten Experten dazu, mehrere Beete nicht direkt nebeneinander aufzustellen, da der Zwischenraum Schnecken einen willkommenen Unterschlupf bietet.

Die richtige Sonneneinstrahlung

Grünes ParadiesFür die geplante Bepflanzung müssen Sie auch beachten, ob Sie das Beet an einen sonnigen, halbschattigen oder schattigen Platz stellen. Während Gemüse und Kräuter am besten windgeschützt in der prallen Sonne stehen, können Zierpflanzen an fast allen Orten platziert werden. Stauden oder Farne fühlen sich vor allem in schattigen oder halbschattigen Bereichen wohl. Aber auch hier gibt es wie immer eine Ausnahme von der Regel: Erdbeeren oder Grünkohl und auch Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie und Dill mögen es eher schattig. Bei sonnigen Standorten raten Gartenprofis ausgehend von der Sonneneinstrahlung zu einer Nord-Süd-Ausrichtung des Beets. So werden die Lichtverhältnisse optimal genutzt und die Pflanzen im Laufe des Tages gleichmäßig besonnt.

Liegt Ihr Garten an einem Hang? Wenn ja, müssen Sie diesen Umstand auch bei der Ausrichtung Ihres Beets beachten. Denn sowohl die Sonne als auch Wärme und Kälte beeinflussen das Pflanzenwachstum. An einem Hang erreichen je nach Ausrichtung nicht alle Sonnenstrahlen den Boden. Das bedeutet, dass nach Süden weisende Hänge mehr Sonne abbekommen und dadurch wärmer und trockener sind. Nordhänge sind wiederum eher feucht und kalt – eine Umgebung in der sich nur wenige Pflanzen wohlfühlen.

Wenn Sie planen, das Hochbeet auf einen versiegelten, also gepflasterten oder betonierten Untergrund zu stellen, empfehlen Experten eine Drainage zu verwenden. Mit deren Hilfe kann überschüssiges Gießwasser ablaufen und dadurch sogenannte Staunässe vermieden werden. Andernfalls verdrängt diese die Luft aus dem Boden und es entsteht ein gefährlicher Sauerstoffmangel, durch den zunächst die Wurzeln verrotten, bevor die ganze Pflanze ganz abstirbt.

Auch die Luft ist wichtig

The clouds in the skyEbenso müssen Sie auch frische Luft in Ihre Standortüberlegungen mit einbeziehen. Frische Luft wirkt vorbeugend gegen den Befall von Schädlingen oder Krankheiten wie Mehltau. Deshalb ist es gut, wenn Sie ihr Beet nicht in einer engen Gartenecke platzieren, in der sich „alte“ Luft staut. In einer solchen Umgebung dauert es meist lange, bevor Regen- oder Tautropfen getrocknet sind und dadurch entstehende Pilzkrankheiten sind keine Seltenheit. Schon mit einem leichten Luftzug sorgen Sie für ein schnelles Abtrocknen und vermiesen zudem auch Gemüsefliegen die Eierablage, für die sie eine windstille Umgebung bevorzugen.

Wollen Sie das Hochbeet hingegen auf einen Balkon stellen, ist es wichtig, dass Sie bedenken, dass ein klassisches Hochbeet sehr viel Erde benötigt. Zusammen mit dem Material, den Pflanzen und dem Gießwasser kann es sehr schwer werden. Fragen Sie lieber im Vorfeld einen Fachmann, ob Ihr Balkon das Gewicht auch wirklich tragen kann. Ist Ihnen das zu umständlich, empfehlen wir Ihnen ein extra schmales Modell mit einem Pflanzenkasteneinsatz. Diese Modelle benötigen weniger Erde und sind daher nicht so schwer. Oder Sie verwenden anstelle von normaler Balkon- oder Blumenerde ein spezielles wasser- und nährstoffspeicherndes Dachgartensubstrat, das ebenfalls weniger wiegt.